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    Call me DoPig Gy Avatar von paulelmar
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    Das gibt‘s doch gar nicht! Betrug mit Android-Apps? Na sowas!



    Hallo Community!

    Dubiose App-Entwickler kennen wir ja in unserem vergleichsweise kleinen und friedvollen Blackberry-Biotop auch, spontan kommt einem natürlich dabei der Entwickler Nemory in den Sinn. Deshalb ist es weder neu noch verwunderlich, dass sich derartige Entwickler auch auf der Android-Plattform herum- und dabei ihr Unwesen treiben. Sie sammeln massenweise Nutzerdaten, sichern diese schlecht ab, verkaufen sie, undundund. Das ist nicht neu, das wisst ihr ja alle.

    Aktuell ist in diesem Zusammenhang der chinesische Entwickler Cheetah Mobile (CM) ins Visier geraten, denn er fügt den Machenschaften noch ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu: Er betrügt andere Entwickler um Provisionen. Darüber berichtet heute die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel (hier).

    Cheetah Mobile zählt weltweit zu den TOP 5 der App-Entwickler, Milliarden von Nutzern haben dessen Apps heruntergeladen und nutzen sie. Der Vorwurf des Provisionsbetrugs betrifft laut Süddeutscher Zeitung, die sich wiederum auf einen Bericht von Buzzfeed und eine Analyse der App-Analysefirma Kochava bezieht, die Apps „Clean Master“, „Security Master“, „CM Launcher 3D“, „Battery Doctor“, „Cheetah Keyboard“, „CM Locker“ und „CM File Manager“.

    Die Geschädigten dabei sind nicht die Nutzer, sie sind jedoch mittelbar an dem Betrug beteiligt. Sobald nämlich ein Nutzer eine der genannten CM-Apps heruntergeladen hatte, hatten diese Apps alle weiteren App-Downloads überwacht und sich in den Installationsprozess eingeklinkt. Dabei wurde dem App-Entwickler vorgegaukelt, der Download wäre über eine Anzeige auf einer der CM-Apps angestoßen worden. Und dafür musste der Entwickler eine Provision zahlen. Clever, oder?

    CM hat bereits reagiert und zwei der genannten Apps aus dem Google Play Store entfernt und begründet dies mit fehlerhaften Software-Komponenten von Dritten. Gleichzeitig hat das Unternehmen jedoch der o. g. Analysefirma Kochava wegen "zahlreicher unwahrer und irreführender Behauptungen" mit rechtlichen Schritten gedroht.

    Die Süddeutsche Zeitung verweist jedoch unabhängig davon, ob die Anschuldigungen im konkreten Fall berechtigt sind, daraufhin, dass der Anbieter ohnehin schon seit Jahren im Fokus von diversen Anschuldigungen des IT-Sicherheitsforschers Mike Kuketz steht. So soll die Anti-Virus- und Sicherheits-App unverschlüsselte Netzwerkverbindungen nutzen und Nutzerdaten an Dritte weitergeben. Auch die zur Bereinigung von überflüssigen Daten vorgesehene App „Clean Master“ führt ein interessantes Eigenleben. Sie übermittele nicht nur Daten an diverse Tracking- und Werbenetzwerke, sondern stelle zudem im Hintergrund eine Verbindung zu einer Porno-App her, die einen Trojaner an Bord hätte.

    Dabei scheint es den Verantwortlichen hinter Cheetah Mobile eigentlich gar nicht um die eigentlichen Funktionen der Apps zu gehen, viel wichtiger sind dem Unternehmen die „Daten“ , die die Nutzer liefern. Zitat aus der Süddeutschen Zeitung: "Wir wissen, für welche Apps sich der Nutzer interessiert, und das ermöglicht es uns, diesen Nutzern Anzeigen auf den Leib zu schneidern." Dazu arbeitet CM mit rund 20 Werbenetzwerken zusammen, um den Nutzern mittels intelligentem Targeting viele tolle Angebote präsentieren zu können.

    Den Beliebtheitsgrad der CM-Apps bei den Nutzern beeinflussen diese Meldungen jedoch kaum, denn die Bewertungen der Apps sind gut. Aber wie heißt es so schön: Nur die dümmsten Kälber, wählen ihren Schlachter selber.

    In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende.

    Aktualisierung vom 05.12.2018
    Lt. Heise.de ist von den Vorwürfen nicht nur Cheetah Mobile sondern auch der Entwickler Kika Tech betroffen. Google hat zwei der sieben von den Vorwürfen betroffenen Apps gelöscht, eine App wurde selbst aus dem Play Store genommen.

    CM macht für fehlerhafte Schnittstellen von Drittanbietern für die falschen Provisionsberichte verantwortlich. Diese seien aus den eigenen Apps entfernt worden.



    Gruß Paulelmar



    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Bildquelle: Play Store Screenshot Security Master (Cheetah Mobile)

    Das Team der BlackBerryBase bedankt sich bei 3.000-18 BBM-Channel Abonnenten!

    Geändert von paulelmar (05.12.2018 um 08:04 Uhr)


    DERBYSIEGER!!!


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    Gut, dass so etwas aufgedeckt wird. Der "einfache" App Nutzer kann ja so eine miese Sauerei ja meist nicht selbst entdecken....

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