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    Foren-Lobbyist Avatar von paulelmar
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    Google weiß vor uns, was wir fragen wollen!



    Hallo Community!

    Simple. Fast. No ads. Das war seit dem Beginn von Google die Grundphilosophie zur Startseite des Suchmaschinenbetreibers. Daran hat sich auch bislang nicht viel verändert. Lediglich das Logo oder die Google-Doodles haben immer wieder einmal leichte, nach Außen (!) sichtbare Veränderungen erfahren. Hinter den Kulissen sieht es natürlich anders aus.

    Nur heißt das nicht, dass dies auf Ewigkeiten so bleibt. Denn Ewigkeiten und Versprechen können in den heutigen Zeiten eine sehr kurze Halbwertzeit haben. Die Süddeutsche Zeitung hat diesem Thema einen Artikel gewidmet, dessen Inhalt ich hier zusammenfassen und ergänzen will.

    Wir haben uns ja schon an die automatische Vervollständigung unserer Suchanfragen gewöhnt, die manchmal skurrile Fragestellungen bringt. Aber nun plant Google eine Revolution auf der Suchseite, mit dem Feed „Discover“ nämlich Antworten auf Fragen, die wir noch gar nicht gestellt haben.

    Wer in Zukunft Google auf seinem Smartphone (oder PC) aufruft, erhält eine Liste mit vorgefilterten und maßgeschneiderten, nach persönlichen Interessen und Vorlieben vorsortierten Inhalten. Also nicht mehr nur eine Seite mit Logo und Suchfeld. Damit werden die Phantasien der Verantwortlichen bei Google Realität.

    Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt (2005): "Bekommen Sie mehr als eine Antwort, wenn Sie Google nutzen? Natürlich. Nun, das ist ein Fehler. Wir sollten (…) in der Lage sein, Ihnen nur eine exakt richtige Antwort zu geben."

    Der gleiche Schmidt (2010): "… eine Idee ist, dass wir Ihnen mehr und mehr Abfragen abnehmen, ohne dass Sie tippen müssen. Ich denke, dass die meisten Menschen (…) wollen, dass Google ihnen sagt, was sie als Nächstes tun sollen."

    Und Larry Page (2012): "Wirklich gute Suche bedeutet, Bedürfnisse innerhalb eines Wimpernschlags in Aktionen zu übersetzen. Es geht darum, Dinge zu beschleunigen, damit Nutzer Zeit für die wichtigen Dinge in ihrem Leben haben."

    Mit ihrer Suchmaschine hatte und hat Google vor allem deshalb Erfolg, weil es so bequem ist (ein Platz, an dem alle Fragen beantwortet werden). Weil es eine ungefilterte Auswahl unter verschiedenen Alternativen liefert (natürlich ist dies nur ein frommer Gedanke). Aber mit dem Feed „Discover“ ändert sich dies gravierend. Denn hier bekommen wir offen gezeigt, dass Google uns nur die Antworten liefert, die wir angeblich wollen. „Discover“ ist dabei das Resultat der verschiedenen, eher weniger erfolgreichen Versuche des Unternehmens aus der Vergangenheit (siehe Google Now und Google Feed).

    Warum nur kommt diese Veränderung gerade jetzt auf uns zu? Auch wenn es viele von uns im Forum nicht wahrhaben oder akzeptieren wollen, Alexa und Konsorten werden in Zukunft immer stärkere Verbreitung finden. Und immer mehr (Sprach-)Assistenten auf unseren Smartphones werden von der Masse der Konsumenten in Anspruch genommen. Dies stellt extreme Anforderungen an die Suchmaschinen, denn niemand hat Lust, sich eine Liste mit 10 oder 20 möglichen Antworten vorlesen zu lassen. Jeder will nur eine, nämlich die (vermeintlich) passende Antwort.

    Unabhängig davon wird der Feed auch dazu führen, dass die Nutzer länger auf Google bleiben. Und damit auch die Möglichkeiten, mit Werbung Geld zu verdienen (als hätten die Jungs nicht schon genug).

    Was bedeutet das für uns? Zunächst einmal, dass wir Google nicht mehr im Beisein unserer Partner aufrufen sollten! Das könnte für Ärger sorgen. Im günstigsten Fall sehen sie, welches Geburtstags- bzw. Hochzeittagsgeschenk wir für sie gesucht haben und die Überraschung ist hin. Es ist jedoch auch Schlimmeres denkbar …

    Aber im Ernst. Jeder muss sich spätestens jetzt Gedanken darüber machen, ob er nicht doch ein paar Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen will und sich Alternativen zu Google sucht und diese auch konsequent nutzt. Da nehme ich mich persönlich auch nicht von aus.

    Als ich den Artikel fertig gelesen hatte fiel mir ein Kindergedicht wieder ein: Es beginnt mit dem Reim: „Wie war zu Köln es doch vordem, mit Heinzelmännchen so bequem.“ Und später heißt es dort: „Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn, man muss nun alles selber tun! Ein jeder muss fein, selbst fleißig sein.“


    In diesem Sinne.

    Gruß Paulelmar



    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Bildquelle: Google

    Das Team der BlackBerryBase bedankt sich bei 3.000-4 BBM-Channel Abonnenten!



    Da ich immer wieder gefragt werde, ob ich alles so meine, wie ich es hier schreibe,
    möchte ich in aller Deutlichkeit sagen:
    VIELLEICHT!


  2. Top | #2
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    wie es so gerade kommt...
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    Ich kann mit dem ganzen Gedöns an Sprachassistenten nix anfangen. Egal ob Alexa, Google oder sonst wo. Will ich im Auto eine Adresse für die Navigation erfassen, mache ich das händisch. Die Spracherkennung funktioniert nur, wenn man extrem sauber und laut spricht. Das nervt.
    Google ist für mich schon seit längerem nur dritte Wahl:
    Standardsuchmaschine in Firefox (eben nicht Chrome!) ist Qwant, danach kommt Startpage (setzt auf Google-Ergebnissen auf, ohne Datenübermittlung an Google) und Ecosia.

    Google nutze ich nur, um zu checken, daß die geschaltete Google-Anzeige für die Website meiner Frau auch funktioniert. Wenn ich mir die Auswertung bei unserem Hoster dann ansehe: 90% suchen über Google. Und die ganz überwiegende Anzahl sucht mobil.
    Aber man muss als Werbender eben auch konstatieren: Die Anzeige bringt Patienten in die Praxis... Oder andersherum: Alle anderen Medien, vor allem Print, sind für ein regional aktives Unternehmen herausgeschmissenes Geld. Streuverluste sind zu hoch, die Aufmerksamkeit für die aufgerufenen Preise ist zu niedrig.
    Geklickt wird, was ober in den Suchergebnissen steht. Und dafür zahlt man dann als Werbetreibender.

    Ich bin da noch komplett oldschool: Internet läugt zu 85% über den PC-Browser, mobil eben fast gar nicht und wenn, dann nur im Notfall, weil der PC nicht vorhanden ist.
    Bequemlichkeit kostet: Die eigenen Daten und damit die Durchleuchtung und Erfassung sämtlicher Bedürfnisse des Nutzers.

  3. Top | #3
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    Wieso sollte man denn nicht wollen verschiedene Ergebnisse zu bekommen, um sich so einen besseren Gesamtüberblick zu verschaffen ? Ja Faulheit ist wieder die Antwort auf diese Frage. Bei einfachen Fragen, ist das auch ok, da nutze ich das auch und die eine richtige Antwort reicht aus, wie z.B. "In welchem Bundesland liegt Frankfurt?" oder "Wann sind die Schulferien für Weihnachten 2018 in Bayern?", aber wie sieht es vor allem bei politischen Fragen aus, die oftmals umstritten sind ? Selbst auf meine Beispielfrage mit Frankfurt wäre eine einzige Antwort falsch, weil es mehrere Frankfurts gibt. Also für mich ist das definitiv der falsche Weg und lediglich der Versuch Internet ZENSUR bunt zu verkaufen . Was ja auch schon seit längerem von Google teilweise betrieben wird, so soll nun ja auch eine zensierte Google Suche in China eingesetzt werden, die der Regierung passt. Für mich ganz klar ein Zeichen weiterhin Google zu boykottieren in allen Facetten (für youtube muss ich mich aber auch selbst ab und an für schuldig erklären, alles andere hat super Alternativen). Für die Internet Suche kann ich METAGER nur empfehlen

  4. Top | #4
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    Also wenn Google die Lottozahlen vor mir weiß und mir diese sagen würde ...........


    Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren. Wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren. (Gandhi)

  5. Top | #5
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    Stell ich mir spaßig vor, Rekordjackpot mit 35 Mio und 300.000 Gewinner. Das würde wie bei einem Börsenunternehmen am Sonntag eine "Gewinnwarnung" geben, bevor die Gewinner dann am Rad drehen, Montag dem Chef die Meinung geigen und anschließend kündigen.
    Passport + OS10 = Perfekt!

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