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  • Meine Erfahrungen mit dem KEY2 LE







    Hallo Community!

    Es hat nun leider doch etwas länger gedauert, bis ich meinen Erfahrungsbericht mit dem neuesten Modell von BlackBerry Mobile, dem KEY2 LE niederschreiben konnte, aber die liebe Arbeit ging nun mal vor. Und wie der Name schon sagt, es ist mein Erfahrungsbericht, wie immer subjektiv und an meinem Nutzungsverhalten orientiert. Ich kann nur jedem empfehlen, sich persönlich ein Urteil zu bilden und nicht nur auf Basis der Erfahrungen Dritter Bewertungen abzugeben (mein Bericht eingeschlossen).

    Zunächst – wie immer bei mir – eine Erläuterung, wie ich das KEY2LE getestet und genutzt habe: Ich habe dazu keine Messgeräte im Einsatz gehabt, sondern das Gerät ganz normal in meinem beruflichen wie auch privaten Einsatz bei mir gehabt. Unter der Woche sieht das Nutzungsverhältnis in etwa so aus: Einschalten um ca. 7.00 Uhr, in der folgenden Stunde E-Mails checken, Nachrichten lesen und dann bis 18.00 Uhr berufliche Nutzung (E-Mail, Telefonie, Navigation, Internet-Suche). Von 18.00 bis 22.00 Uhr Social-Networking (BBM, WA, Internet-Recherche für die Base, ein wenig Telefonie und natürlich auch im Netz herumdaddeln). Und abschließend noch die Info, dass ich im Testzeitraum zum Erstaunen meiner Kunden und Freunde nicht nur das KEY2LE, sondern parallel mein KEYone sowie das „normale“ KEY2 dabei hatte. Der Trend geht halt zum Dritt-Smartphone.



    Aber nun genug der Vorrede. Ich fange mal mit dem Aussehen an. Das KEY2LE gibt es ja bislang offiziell nur in der Farbvariante Slate, einem schwer definierbaren blau-schwarz-grau. So richtig erkennbar ist der Blaustich erst, wenn man den direkten Vergleich hat (siehe Bild). Da ich ja schon einmal alle Farbvarianten in der Hand halten durfte, gingen meine Präferenzen zunächst von Atomic über Champagne zu Slate. Nach dem Test muss ich allerdings für mich feststellen, dass die Slate-Variante durchaus seinen Reiz hat. Aber da die Farbgebung eines Smartphone bei meinem persönlichen Ranking an unterster Stelle rangiert, …

    Das Handling des KEY2LE hat mir jedoch persönlich gut gefallen. Auch wenn das Gehäuse aus Kunststoff besteht, liegt es sehr gut in der Hand, die im Vergleich zum KEY2 wieder leicht veränderten Kanten des Gehäuses haben mir gut gefallen. Auch die – wie beim KEY2 - nur minimal verringerte Breite des Gehäuses hat mir gut gefallen. Dadurch konnte ich die Tasten, anders als beim KEYone, mit einer Hand gut bedienen. Und natürlich merkt an auch das geringere Gewicht des KEY2LE. Es sind zwar „nur“ 24 Gramm, aber die merkt man. Was mir am KEY2LE ebenso wie beim größeren Bruder KEY2 nicht gefällt, ist die Platzierung der An-/Aus-Taste. Sehr oft bin ich beim Telefonieren versehentlich darauf gekommen und habe mich dadurch aus den Telefonaten rausgekegelt. Und auch das Backcover ist für mich ein leichter Rückschritt zum KEY2.

    Beim Display habe ich keine Unterschiede erkennen können, weder zum KEY2 noch zum KEYone. Im Vergleich zum KEY2 ist ja auch das gleiche Display verbaut, gegenüber dem KEYone hat das Gerät auch nur 1 PPI mehr.

    Die Tastatur des KEY2LE ist dagegen für mich ein Traum. Auch wenn die Tasten im Vergleich zum KEY2 etwas kleiner sind, der Druckpunkt ist für mich das Beste, was ich persönlich von BlackBerry bisher kenne. Im Vergleich dazu ist die Tastatur vom KEY2 richtig schwammig. Daher ein klares Plus für das KEY2LE. Wenn da nicht die fehlenden Wischgesten wären. Dies wird für viele BlackBerryianer ein No-Go darstellen. Auch mir ist es anfangs oft passiert, dass ich mit einem Wisch ein Wort einfügen wollte und nix ist passiert. Dennoch ist dies, wie so vieles andere, wahrscheinlich Gewöhnungssache. Da ich jedoch in der Testphase immer wieder zwischen den drei Geräten hin- und hergewechselt bin, war die fehlende Kapazitivität schon störend.

    Kommen wir nun zu den Leistungsdaten. Ich bete jetzt nicht die Unterschiede beim Arbeitsspeicher, Hauptspeicher oder Prozessor herunter, das kann jeder für sich nachlesen. Da ich keine Spiele auf dem Smartphone spiele und ansonsten mein Nutzungsverhalten auch nicht so extrem ist, habe ich zwischen den beiden KEY2 keinen großen Unterschied feststellen können. Die Apps öffnen sich beim KEY2LE schnell, das Surfen im Netz war ruckelfrei, wobei mir hier persönlich der Vergleich zu den sog. Top-Smartphones fehlt.

    Meine persönlichen Ansprüche an die Nutzungsdauer eines Smartphones sind relativ einfach. Ein Smartphone muss mich komplett über einen Tag bringen, da ich es ohnehin meistens in der Nacht auflade. Dennoch habe ich natürlich das KEY2LE auch mal ausgereizt. Bei meiner Normalnutzung (s. o.) bin ich mit dem KEY2LE meist bis zum frühen Nachmittag des nächsten Tages gekommen (20% Restkapazität), es sei denn, ich bin über viel über WLan im Nerz unterwegs gewesen. Im Vergleich dazu hatte ich beim KEY2 noch rund 2-3 Stunden mehr Nutzungszeit. Im Stand-by-Modus oder bei Wenignutzung hat das KEY2LE aber auch locker 3-4 Tage durchgehalten.

    Die Empfangsleistung des KEY2LE hält dem Vergleich zum KEY2 Stand. Ich habe im normalen Einsatz keine gravierenden Abweichungen feststellen können (allerdings habe ich keine App zum Überprüfen verwendet). Beide Geräte waren im D1-Netz der Telekom unterwegs, die Empfangsanzeige zeigt mal bei dem einen Gerät einen Balken mehr oder weniger an, mal bei dem anderen. Und allen mir bekannten Funklöchern haben beide versagt. Beim Einsatz in meinem Auto hat das KEY2LE jedoch eine „Macke“ gehabt, die ich bei besten Willen nicht verstanden und auch nicht beheben konnte. Ich konnte zwar die Verbindung herstellen und mit dem KEY2LE auch via Freisprecheinrichtung telefonieren, allerdings zeigte das Display im Fahrzeug immer die Fehlermeldung „Keine Verbindung möglich. Nur Notrufe.“ Möglicherweise lag es an meinem Fahrzeug, denn alle Einstellungsversuche und Resets des KEY2LE haben nichts gebracht. Die Gesprächsqualität ist sehr gut, ich konnte meine Gesprächspartner immer sehr gut und deutlich verstehen, was beim KEYone leider nicht immer der Fall ist.

    Abschließend noch eine Bewertung der Kamera, die erneut nicht mit den besten Kameras auf dem Markt mithalten kann. . Ich setze sie ans Ende meines Erfahrungsberichtes, weil die Kamera am Smartphone für mich ein nice-to-have und kein must-have ist. Bei meinem Bericht zum KEY2 hatte ich ja von einem Weichzeichner-Effekt der Kamera geschrieben und auch die Qualität der Kamera des KEY2 bemängelt. Daran hat BlackBerry Mobile bzw. Ltd. ja offensichtlich durch ein Software-Update schon etwas verbessert. Beim meinem Test der Kamera des EY2LE (bei identischen Einstellungen) habe ich nun versucht, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln und Kenntnissen einen Unterschied festzustellen. Wenn da einer ist, erschließt er sich mir nicht sofort. Ich hatte lediglich den Eindruck, dass die Farben beim KEY2LE etwas satter wären. Aber auch nicht bei jeder Aufnahme. Diesem Thema sollte sich mal ein Fachmann annehmen. Ab seht selbst, bei den nachfolgenden Bildern ist jeweils links bzw. oben das Bild des KEY2LE und dementsprechend rechts bzw. unten das Vergleichsbild des KEY2.











    Mein Fazit: Das KEY2LE wäre für mich im direkten Vergleich zu seinem größeren Bruder, dem KEY2, das präferierte Modell. Nicht zuletzt wegen dem ungleich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Für meine Einsatzbereiche sehe ich beim KEY2LE keine bemerkbaren Leistungsunterschiede zum KEY2, weder die Geschwindigkeit noch die Empfangseigenschaften oder gar die Kameraleistung rechtfertigen den Mehrpreis. Und was die Tastatur betrifft, hier würde ich sogar in den sauren Apfel beißen und auf die Wischgesten verzichten, denn – wie gesagt – die Tastatur des KEY2LE ist für mich ein absolutes Kaufkriterium. Ich habe noch nie so gut auf einem Tastentelefon bzw. –Smartphone geschrieben. Also nutzt die Gelegenheit, wenn sie sich bietet, und probiert das KEY2LE selbst aus.

    Gruß Paulelmar



    Quelle und Bildquellen: BlackBerryBase

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    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Meine Erfahrungen mit dem KEY2 LE - Erstellt von: paulelmar Original-Beitrag anzeigen