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  • Was war das wieder für eine sch... Woche für Facebook







    Hallo Community!

    Der Skandal um Cambridge Analytica ist immer noch nicht ganz ausgestanden, da machen die nächsten Skandalmeldungen die Runde. Und zudem gibt’s „Probleme“ mit den Gründern von Instagram und WhatsApp.

    Hacker stehlen Facebook-Profildaten
    50 Millionen Facebook-Profile, darunter auch die von „Mr. Facebook“ Mark Zuckerberg himself sowie dessen Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, wurden geknackt. Dabei wurden Profil-Informationen wie Name, Geschlecht und Wohnort geklaut, Passwörter sollen laut Facebook aber nicht abgerufen worden sein.

    Die Hacker haben eine Sicherheitslücke in der Funktion ausgenutzt, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können. Sie resultiert laut dem Produkt-Chef von Facebook, Guy Rosen aus einer Kombination aus drei verschiedenen Software-Fehlern. Dadurch konnten die Hacker sogenannte Token stehlen - eine Art Langzeitschlüssel, der auf einem Gerät gespeichert wird.

    Sicherheitshalber wurde die Funktion jetzt angeschaltet. Warum dies jedoch nicht schon im letzten Jahr geschah, denn bekannt ist die Schwachstelle dem Unternehmen seit 2017, wirft jedoch Fragen auf und lässt Facebook mal wieder als datenschutzrechtlichen Naivling und Wiederholungstäter dastehen.

    Facebook trickst bei Zwei-Faktor-Authentifizierung
    Facebook-Nutzer, die zur Zwei-Faktor-Authentifizierung ihres Kontos ihre Telefonnummer verwenden, haben damit automatisch in den AGB zugestimmt, dass ihre Rufnummer auch für Werbezwecke verwendet werden darf, auch wenn sie dies nicht wollen. Dies ermöglicht eine elegante Formulierung beim Einrichten der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dort heißt es: "Füge eine Telefonnummer zu deinem Konto hinzu, um loszulegen". Und schließlich müsse doch jeder Nutzer wissen, dass Facebook mit den Kontendaten arbeiten würde, so Facebook on einem Statement. Wer sich daran störe, dem rät Facebook zu einer anderen Methode für die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

    Facebook soll sog. Schatten-Kontaktdaten für Werbezwecke nutzen
    Facebook dementiert es zwar, aber Forscher von zwei amerikanischen Universitäten sowie das Technikmagazin Gizmodo wollen herausgefunden haben, dass auch Kontaktdaten, die andere Nutzer in das Netzwerk hochgeladen haben, zur gezielten Platzierung von Werbeeinblendungen verwendet werden. Ohne dass die betroffenen Nutzer etwas dagegen tun können. Die Forscher konnten jedoch nachweisen, dass Werbetreibende auch Kontaktdaten von Nutzern nutzen können, die andere Nutzer zur Verfügung stellen, indem sie Facebook Zugriff auf ihr Adressbuch erlauben. Sie gaben dafür Telefonnummern, die Facebook nachweislich unbekannt waren, über einen Adressbuchabgleich frei. Und siehe da, wenige Wochen später erhielten diese „Schatten-Nutzer“ gezielte Anzeigen in ihren Profilen angezeigt.

    Instagram-Gründer verlassen das Unternehmen
    Wie schon bei WhatsApp verlassen nun auch die beiden Gründer von Instagram, Kevin Systrom und Mike Krieger das Unternehmen. Offiziell, weil sie sich eine kreative Auszeit nehmen wollen, lt. Bloomberg jedoch sind die Beiden jedoch unzufrieden darüber, dass sich Zuckerberg zu sehr ins operative Geschäft eingemischt und eine schnellere Monetarisierung des Kaufpreises im Auge gehabt hätte. Kennen wir dies nicht von irgendwo her? Ach ja, von WhatApp.

    Gründer von WhatsApp tritt gegen Facebook nach
    Apropos WhatsApp. Dort ist im Juli mit Jan Koum der letzte Gründer ausgeschieden. Er hat im Gegensatz zu seinem Mitgründer Brian Acton noch die Frist abgewartet, damit er den kompletten Kaufpreis absahnen konnte. Acton dagegen hat auf rund 850 Mio. USD verzichtet, offiziell wegen Differenzen über die Verschlüsselung und die Werbung bei WhatsApp.

    Nun aber liest sich das etwas anders. Laut Forbes soll Acton nicht mehr mit den Geschäftspraktiken, Prinzipien und der Ethik von Facebook einverstanden gewesen sein. So hätte Koum und er die Zusage erhalten, dass WhatsApp weiterhin autonom agieren können und fünf Jahre lang keinen Druck auf WhatsApp ausgeübt würde, um Geld zu verdienen. Auch bei der Prüfung der WhatsApp-Übernahme durch die EU-Kommission fühlt sich Acton verarscht. Facebook hätte ihn gedrängt zu behaupten, dass die Verschmelzung der Daten von WhatsApp und Facebook schwierig und daher nicht geplant sei. Dabei hätte Facebook daran schon mit Hochdruck gearbeitet.

    Sein Lamento gipfelt aber in folgender Aussage: „Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer für einen größeren Gewinn verkauft. Damit muss ich jeden Tag leben.“ Bevor ihr nun überlegt, den Armen über WhatsApp zu trösten oder via PayPal Geld für sein Dasein zu spenden: Der Kerl hat trotzdem 3,6 Mrd. USD beim Verkauf eingestrichen.

    Gruß Paulelmar



    Quelle: Tagesschau, Handelsblatt, Spiegel, Zeit
    Bildquelle: Facebook

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    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Was war das wieder für eine sch... Woche für Facebook - Erstellt von: paulelmar Original-Beitrag anzeigen