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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum keinen Mindestlohn für alle ?



DonB
24.01.2009, 11:33
Jetzt wird ja wieder diskutiert ob man nicht noch mehreren Branchen einen Mindestlohn zugestehen soll, aber warum macht man da so viele Ausnahmen?
Im Grunde wäre es doch einfachen aber auch sinnvoller einen allgemein gültigen Mindestlohn zu verabschieden oder was meint ihr?

benchman
24.01.2009, 11:54
warum für Leute die wirklich wenig machen einen Mindestlohn wenn sie nicht mal den verdienen

bin eher für Beteiligungen für alle
vielleicht wird dann aus der servicewüste eine Oase

bin dagegen

Ninino°
24.01.2009, 12:26
Dafür!

Vorallem etwas mehr als man zum Leben braucht..

wegen mir, braucht garniemand mehr arbeiten gehen, wenn er nicht will. Aber dann bekommt er eben auch nur den MINDESTLOHN.
Jeder der einer Arbeit nachgeht, bekommt dann seinen Midenstlohn PLUS ein ordentliches Gehalt on top!

Und bezahlbar wäre selbst das, wenn die Kohle nciht überall sonst verschleudert würde, für meißt vollkommen sinnlose Projekte.
Allein die Waffenlobby...

Naja, aber bleibt wohl ein post-kommunistischer Traum.

Sinalco
03.02.2009, 17:55
@ XYZ

die von dir Angesprochene Vorstellung deckt sich leider nicht mit dem in der Politk diskutierten Mindestlohn, sondern läuft parteiübergreifend unter dem Motto: "bedingungsloses Grundeinkommen". Ich muss zugeben, die Idee dahinter ist mehr als Spannend, jedoch wird sie in der Realität immer an einer konsenspolitik wie hier in Deutschland scheitern.
Abgesehen davon funktioniert dieses bedingungslose Grundeinkommen nur bei einer gleichzeitigen massieven erhöhung der Mehrwertsteuer(auf jedenfall in der Theorie) und deswegen auch nur in in sich abgeschlossenen systemen. In einem Europa des freien kapital und warenverkehrs ist es aber nicht nur illosorisch sondern für die Binnenwirtschafft geradezu unmöglich sich auf den Versuch ( denn mehr wäre es nicht) einzulassen.

insofern muss ich dir leider recht geben es bleibt ein Traum, aber er ist nicht so rosa, wie er von den Befürwortern des BGeinkommens gerne dargestellt wird.


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zu Mindeslöhnen allgemein muss ich sagen, dass ich kein Freund von Staatlicher Einmischung in Gehaltsstrukturen bin.
Eigentlich müsste es doch rein Unternehmerisch sinvoller sein seinen Arbeitern einen fairen Lohn zu zahlen, da zufriedene Arbeiter auch besser schaffen. Aber leider fahre ich mit dieser Einstellung an der Realität genausoweit vorbei, wie diejenigen, die denken: "einfach mindestlohn drauf und gut ist"!

Denn das ganze muss wieder unter Einflüssen der globaliserung und des freien Wahrenverkehrs gesehen werden.
Mindeslöhne in Branchen wie Paketzustellung, Sicherheiutsgewerbe, Putzsdienste etc. sind sicherlich sinvoll, da sie lokal gebunden sind und nicht im Ausland billiger gemacht werden können. Jedoch halte ich einen Mindestlohn in hart umkämpften bereichen wie Produktion von Autos, Handy, Elektro allgemein oder Fliesbandarbeite allgemein, für äußerst fragwürdeig, da diese Arbeiten im Ausland schon jetzt günstiger verrichtet werden können. Hier würde ein Mindestlohn nicht die nötige verbesserung der Situation fördern, sondern ,leider ,langfristig zur abwanderung der Industrie führen.

Es ist kein einfaches Thema, denn es gibt natürlich auch eine ganze Menge gründe die für einen Mindestlohn sprechen, doch ich hab schon jetzt viel zu viel geschrieben.

kurz gesagt:

Mindestlohn: tendenziell nein, aber... dann doch evt. ja

ist zu differenziert um eine klare antwort zu geben...